Iss doch was Du willst! Die 8 Regeln für eine gesunde Ernährung.

Wir erklären Dir die 5 unterschiedlichen Arten von Hunger.  Was macht wirklich dick? Und wie ernährst Du Dich wirklich ausgewogen?

Ausgewogene Ernährung ist nicht immer einfach? Doch! Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Mensch nur seinem ursprünglichen Essinstinkt vertrauen muss, um genug Eiweiß, Kohlehydrate und gesunde Fette zu sich zu nehmen. Darfst Du also essen, was Du willst? Die gute Nachricht: Ja. Teilweise. Denn den Hunger den wir mittlerweile kennen hat kaum mehr etwas mit unserer ursprünglichen Intuition zu tun. Denn eigentlich gibt es nur die folgenden Arten von Hunger:

  • Hunger auf Eiweiß (typischerweise Eier, Milch, Käse)
  • Hunger auf Kohlehydrate (typischerweise Reis, Nudeln, Brot)
  • Hunger auf Fett (Öl, Nüsse, aber auch Fast Food)
  • Hunger auf Kalzium (Joghurt, Gemüse, Beeren)
  • Hunger auf Natrium (salziges, wie Wurst, Knabberzeug)

Im letzten Jahrhundert hat sich das menschliche Essverhalten sehr verändert. Vor allem verarbeitete Lebensmittel und Essen im Überfluss haben den natürlichen Instinkt massiv gestört. Aromen und Zusatzstoffe senden falsche Informationen an unseren Körper.

Salz war früher beispielsweise sehr knapp. Daher können wir heute bei Chips und Co auch so schlecht wieder aufhören. Denn hierbei wird klar auf den Triggereffekt abgezielt. Wie gemein! „Nimm am besten die ganze Tüte. Wer weiß, wann Du wieder Salz bekommst.“, denkt sich der Höhlenmensch in Dir. Dass die nächste Tüte nur einen Supermarkt entfernt ist konnte er damals nicht ahnen.

Proteine sind wichtig für Deinen Körper. Aber Eiweiß ist auch teuer und arbeitsaufwändig in der Produktion. Daher wird heutzutage immer mehr Protein durch Kohlehydrate und Fette ersetzt. Bestes Beispiel: Chicken Nuggets. Hühnchen ist für viele ein einfacher und schneller Proteinlieferant. Eingepackt ist einer leckeren Panade, frittiert in heißem Fett kann kaum jemand widerstehen. Merkt das der Körper denn nicht? Leider nein. Verarbeitete Lebensmittel enthalten künstliche Inhalts- und Aromastoffe. So nimmt Dein Körper mehr Kalorien auf, als er braucht. Er wird so lange Essen verlangen, bis genug Proteine aufgenommen wurden.

Fett ist ein wichtiger Transportstoff für den Körper. Viele Vitamine und Nährstoffe können ohne Fett schlecht bis gar nicht aufgenommen werden. Leider werden immer mehr gesunde, ungesättigte Öle durch minderwertige Fett, sogenannte Transfette ersetzt. Diese machen zwar Produkte wie Pizza oder Gebäck noch knuspriger, können jedoch nicht von unseren Zellen verarbeitet werden. Greife hier lieber zu hochwertigen Fetten mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Kaltgepresstes Olivenöl extra vergine gehört in jede Küche. Möchtest Du das Öl zum Braten verwenden, achte beim Kauf deiner Öle auf deren Hitzebeständigkeit und Rauchpunkt. Mit Kokosfett oder Ghee machst Du hier nichts falsch.

Die fünf Arten von Appetit sagen uns nicht nur, wann wir etwas essen sollen, sondern auch wann wir satt sind. Zum Glück gibt es hier einen wahren Wunderstoff der die Bremse ziehen kann. Ballaststoffe. Essen wir genug Vollkornprodukte, Obst und Gemüse in fester, natürlicher Form senken wir unsere Essgeschwindigkeit und halten uns lange satt. Ein Glas Apfelsaft? Für viele kein Problem! Aber hast Du stattdessen schon Mal vier Äpfel hintereinander gegessen? Wohl kaum. Grund hierfür sind die wertvollen Ballaststoffe, die beim Entsaften leider verloren gehen.

Egal, ob wir unbewusst, durch verarbeitete Lebensmittel unseren Hunger manipulieren oder unseren Körper bewusst auf Diät setzen: Unser Körper kommt in den Stress und schlägt Alarm. Und nach was verlangt Dein Körper sofort? Zucker = Energie. Dein Gehirn schreit hierbei am lautesten. Es benötigt die Hälfte unseres Glukosebedarfs, obwohl es nur zwei Prozent Deines Körpergewichts ausmacht. Künstliche Süßstoffe befriedigen dieses Bedürfnis nicht. Dein Körper schüttet weiter Stress aus, er kann sich an Deinen Zustand der Diät nicht gewöhnen. Man kann den tatsächlichen Energiebedarf Deines Gehirns nicht verändern. Einfaches Beispiel: Nur weil Du in Dein Auto weniger oder Wasser anstatt Benzin tankst senkt man dadurch nicht den Verbrauch Deines Autos.

Wie bekommst Du also die Kontrolle über Deinen Hunger zurück?

  1. Meide zu viele ultraverarbeitete Lebensmittel. Prüfe hierfür am besten die Zutatenliste. Verstehst Du das Wort nicht, hast Du es nicht in Deiner Küche oder besteht Dein Essen aus zu vielen Nummern stecken Aromen, Geschmacksverstärker, Lebensmittelfarben, Süßstoffe und Verdickungsmittel dahinter.
  2. Iss Ballaststoffreich. Schreibe grünes Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Bohnen, Kichererbsen und Linsen auf Deine Einkaufsliste. Eine bunte Bowl macht sich nicht nur auf Deinem Instagram Feed gut – Dein Körper wird es Dir danken!
  3. Kombiniere Eiweiß mit gesunden Fetten. Egal ob Du Muskeltraining betreibst oder täglich dein 10.000-Schritt-Ziel erreichst: Dein Körper benötigt 20 bis 30 Gramm reines Eiweiß, um Muskeln aufzubauen. Aktivität steigert zudem Dein Sozialleben und steht nachweislich für eine gute Gesundheit.
  4. Eine ausgewogene Ernährung braucht keinen Kalorienzähler. Kombiniere Deine eiweißreichen Hauptmahlzeiten nicht nur mit ungesättigten Fetten, sondern auch Vollkornprodukten. So beugst Du Heißhungerattacken vor, da Dein Körper alles bekommt, was er sich wünscht.
  5. Gönn deinem Körper mal ne Pause. Um die Reparatur und Wartung Deiner Zellen zu begünstigen, empfehlen Wissenschaftler mindestens über Nacht zu fasten. Also keine Snacks zwischen dem Abendessen und dem Frühstück am nächsten Morgen.
  6. Achte auf die richtigen Nährstoffe in Deinen Lebensmitteln. Du lebst vegan, pescetarisch oder glutenfrei? Kein Problem! Wähle einfach Deine persönlichen Eiweißquellen aus tierischen (Geflügel, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) und/oder pflanzlichen (Samen, Nüsse, Hülsenfrüchte) Quellen.
  7. Hör Deinem Hunger zu. Du hast Lust auf Fast Food? Lass Dich nicht verführen. Überlege Dir smarte, eiweißreiche Snacks oder greife zu einer gekühlten Flasche DrSlym Konzentrat.
  8. Wenn Du schläfst, kannst du nichts essen. Neben Ernährung und Bewegung ist Schlaf bedeutsamer Faktor Deiner Gesundheit. Müdigkeit bedeutet Stress und wir wissen alle, wohin das führt. Achte auf Deine Schlafhygiene und genehmige Dir pro Nacht sieben bis acht Stunden Schlaf.